15.10.2015

Sind die Gesundheitsdaten noch in sicheren Händen?

Experten informieren über aktuelle Datenschutzherausforderungen für die Gesundheitswirtschaft

Die Med-Cloud, das IT-Sicherheitsgesetz, Software-Medizinprodukte und Datenscanning-Produkte - vier Themen, die die Gesundheitsbranche bewegen. Im Rahmen von nrw.uniTS trifft Medizin wurden diese in Kooperation mit dem Forum Gesundheitswirtschaft Düsseldorf vor dem Hintergrund des Datenschutzes beleuchtet.

 

Prof. Dr. med. Stephan Martin, Chefarzt Diabetologie und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums Verbund Katholischer Kliniken Düsseldorf und als Vorstand des Forums Gesundheitswirtschaft Düsseldorf stellvertretend für die 75 Mitglieder, zeigte die Probleme aus Anwendersicht. Ob die IT-Integration mit dem Tempo des Motors Gesundheitswirtschaft mithalten kann, muss sich zeigen. Vielfach trifft man noch auf Insellösungen und verschenkt damit Effizienz.

 

Der Einsatz von Cloud-Lösungen insbesondere für solch sensible Daten ist immer wieder umstritten. Jan Schneider (SKW Schwarz Rechtsanwälte) lichtete den Nebel und zeigte Lösungsansätze für unterschiedliche Anwendungsszenarien.

 

Auch wenn Tricoder wie in Star Trek noch nicht zum alltäglichen Handwerkszeug eines Mediziners gehören, zeigte Frank Heisel (Business Brothers GmbH) wie Datenschutzkonzepte für mobile Geräte, die personenbezogen Daten erheben, speichern, weiterverarbeiten und löschen können, aussehen muss.

 

Wie durch den Einsatz von Software in Medizinprodukten aus lebensrettenden Geräten wie Insulinpumpen oder Herzschrittmachern plötzlich Todesfallen werden können, wurde bereits mehrfach demonstriert. Sowohl Hersteller als auch Betreiber solcher Geräte unterliegen hier einer Vielzahl unterschiedlicher Pflichten, die Rechtsanwalt Gerald Spyra aufzeigte.

 

Vor dem abschließenden Networking gewährte Dr. Bernd Schütze, Leiter der Arbeitsgruppe DGI bei der GDMS, einen Einblick was auf die Gesundheitsbranche durch das IT-Sicherheitsgesetz zukommt. Von großem Interesse war dabei, wer überhaupt den Regelungen unterliegt und wie der Mindeststandard für die Branche definiert wird.

 

Die Teilnehmer der Veranstaltung lobten die gute Darstellung der komplexen Sachverhalte und wünschten sich eine Fortführung der Themenreihe.

 

Die Präsentationen der Referenten stehen Ihnen nachfolgend zur Verfügung:

 

 

 

 

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