Mi 18.06.2014 - Datenschutz

nrw.uniTS trifft Datenschutz im Krankenhaus - Juni 2014

Am 17.06.2014 fanden sich auf Einladung von nrw.uniTS 27 Datenschützer aus Krankenhäusern und andere Interessenten zusammen, um sich über Datenschutz und Datensicherheit im Krankenhaus zu informieren. Patienten wollen ihre Daten in sicheren Händen wissen.

Dr. Bernd Schütze und vier weitere Datenschutz- und IT-Sicherheitsexperten haben den Alltag von Datenschützern in Krankenhäusern dargestellt und die technischen, organisatorischen  und rechtlichen Herausforderungen beleuchtet. Die IT Security Experten haben sich die Frage gestellt "Wie lange können Daten in Kliniken noch zunehmen ohne die Existenz einer übergreifenden Sicherheitsinfrastruktur?". Das Thema wurde anschließend aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

Dr. Bernd Schütze eröffnete die Veranstaltung mit einer Einführung rund um das Thema Datenschutz im Krankenhaus. Er setzte sich insbesondere mit der Fragestellung auseinander, was Datenschutz ist und welche weiteren Bereiche es im Bereich „Schutz von Patientendaten“ zu beachten gilt.

Der nachfolgende Vortrag von Prof. Jäschke vom ISDSG drehte sich um verschiedene Gesetze und deren speziellen Regelungen, welche es im Einzelfall zu beachten gilt. Er betonte nochmals ausdrücklich, dass die Grundlage für IT-Sicherheit immer ein datensparsames Verhalten ist.

Herr Woitke von der secunet AG beschäftigte sich im Vortrag Anbindung von Kliniken an die Telematik-Infrastruktur mit der Frage, wie lange es ohne eine übergreifende Sicherheitsinfrastruktur noch weitergehen kann, vor dem Hintergrund, dass die Masse an zu verarbeitenden Daten in den Kliniken zunehmend wächst.

Rechtsanwalt Gerald Spyra rüttelte alle Teilnehmer mit einem Vortrag zur Rechtslage im Bereich „Schutz von Patientendaten beim Einsatz von Medizinprodukten“ auf. Er stellte hierbei ganz deutlich heraus, dass in diesem Bereich rechtliche Anforderungen des Medizinprodukterechts, des Patientengeheimnisses und des Datenschutzrechtes von den jeweils Verantwortlichen beachtet und ggf. harmonisiert werden müssen. Herr Spyra leitete dann auf den Vortrag von Herrn Möller vom TÜV Trust IT über, der sich mit intensiv mit dem Risikomanagement bei vernetzten Medizinprodukten auseinandersetzte.  

Am Ende der Vorträge, bedankten sich die Teilnehmer für die gelungenen, praxisorientierten fachlichen Vorträge und die sehr gute Organisation.

Die Teilnehmer hatten nach dem Vortragsteil die Möglichkeit, den hochkarätigen Referenten Fragen zu stellen, ihre Erfahrungen aus der Praxis zu schildern und diese mit den Referenten anzudiskutieren.

Die Veranstaltung und das Feedback der Teilnehmer machten wiederum einmal mehr deutlich, dass es in den Krankenhäusern zumeist nicht am Bewusstsein für IT-Sicherheit und Datenschutz mangelt. Vielmehr zeigte die Veranstaltung, dass es u.a. auch aufgrund der intransparenten und oftmals widersprüchlichen Gesetzeslage an konkreten technischen, organisatorischen und rechtlichen Lösungen fehlt, die auch einer Überprüfung von Aufsichtsbehörden bzw. einer gerichtlichen Prüfung standhalten.

 

Auf Wunsch hat nrw.uniTS nun einen Workshop ins Leben gerufen, der die IT Security und Datenschutz Probleme von Krankenhäusern gezielt angehen soll. Los geht es mit dem IT Security und Datenschutz Workshop voraussichtlich am 26.08.2014. Weitere Informationen erhalten Sie auf Anfrage bei nrw.uniTS.

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